5. Alternative/Rock Nacht am 10.12.2011 mit Findus, Adolar, Radio Havanna + Who On Earth PDF Print E-mail
Written by Lars Bo.   
Thursday, 03 November 2011 21:12

5. Alternative/Rock Nacht

Mit Findus, Adolar und Radio Havanna

Support: Who on Earth

Samstag, 10.12.2011

Weberei Gütersloh

Einlass: 19:30, Beginn: 20 Uhr

Tickets: 8 (VVK) bzw. 10 Euro (AK)

Online VVK unter http://tickets.crossnight.de


Bereits zum fünften Mal veranstalten der Jugendkulturring und der Crossnight Gütersloh e.V. nun die jährlich stattfindende Alternative/ Rock Nacht. Mittlerweile hat sich das kleine Festival als feste

Größe für Alternative/Rock Musik etabliert und wie immer gibt es auch dieses Jahr ein ganz besonderes Programm auf der Bühne der Weberei zu bewundern. Die Karten für das Konzert kosten 8 Euro im Vorverkauf bzw. 10 Euro an der Abendkasse, Einlass ist um 19:30 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr. Die Alternative/Rock Nacht bringt seit Jahren immer wieder prominentere Künstler und Szenegrößen nach Gütersloh. Unterstützt werden diese dabei von Nachwuchsmusikern aus der Region, die auf diese Art Gelegenheit erhalten, ein größeres Publikum für sich zu gewinnen

und Kontakte zu anderen Musikern zu knüpfen. Dieses Mal haben die Veranstalter den Blick in die Zukunft gewagt und die Bands von morgen engagiert: Mit ”Findus“, ”Adolar“ und ”Radio Havanna“ ist eine interessante Auswahl aufstrebender junger Bands in der Weberei zu Gast, unterstützt von den Paderborner Indierockern von ”Who on Earth“.

Das Gutes nicht immer aus der Großstadt kommen muss und trotzdem ziemlich urban klingen kann, beweist eindrucksvoll das Indie-/Punkrock-Quintett von ”Findus“ aus Ostholstein, einer Gegend, die, Rocko Schamonis Roman ”Dorfpunks“ zum Trotz, außer ihren Einwohnern kaum jemand kennt. Mit bildhaften deutschen Texten denken die jungen Musiker über weg wollen, Wut und jung sein nach. Musikalisch pendeln sie dabei zwischen Indie und melodischem Punkrock mit eingängigen, aber nicht zu glatten Ohrwurmrefrains und einer großen musikalischen Bandbreite, in der auch Orgel- und Trompeteneinschübe als willkommene Farbtupfer nicht fehlen. Unverwechselbar macht sie dabei der rauhe, warme Gesang von Simeon Kschamer, der auf dem Erstlingswerk ”Sansibar“ wie dem Nachfolger ”Mrugalla“ das musikalische Erscheinungsbild der Band prägt. Mit einer großen Fangemeinde im Norden Deutschlands im Rücken machen sich ”Findus“ daran, den Rest der

Republik zu erobern – und machen dabei erfreulicherweise Station in Gütersloh.

Gegründet 2008 von vier sympathischen jungen Leipzigern haben sich ”Adolar“ innerhalb kürzester Zeit zu den Lieblingen der Indie-Community entwickelt. Rasch entdeckte das kleine Label ”Unterm

Durchschnitt“ die Band, wo sie dann 2009 bereits ihre erste 7" EP ”Planet Rapidia“. Schon auf diesem Erstlingswerk bejubelte Britta Helm von der Zeitschrift ”Visions“, dem Zentralorgan der Indieszene,

”wunderbare Ausbrüche aus Posthardcore und Indiepop mit ungelenkten Pubertätszeilen, die so um alle Punkte herum tatsächlich schon lange niemand mehr hinbekommen hat“. 2010 folgte dann das erste volle Album, ”Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre“– ein intelligentes Werk mit Orgeleinsätzen, mit verrückten Tempo- und Strukturwechseln und einem in der Kirche Lingens aufgenommenen Schlagzeug, dass es bei aller Sperrigkeit schafft, mit großen Sounds und Melodien den Hörer auf Anhieb zu gewinnen, so dass sich die Presse abermals begeistert zeigte: ”[...] eine der vielversprechendsten hiesigen Rockbands der letzten und kommenden Jahre.“, fasste es Christian Steinbrink vom Musikmagazin ”Intro“ treffend zusammen. Auch das kommende Album, ”Zu den Takten des Programms“, wird bereits mit Vorschusslorbeeren überhäuft und die erste Singleauskopplung des Albums, ”Tanzenkotzen“ schaffte es in der ”Visions“-Ausgabe vom November

bereits auf den zweiten Platz der Charts der Zeitschrift. Nach diversen Singleauskopplungen, Videos und einer Menge Liveauftritten werden die vier jungen Künstler sicher noch von sich hören lassen.

Für ihr drittes und aktuelles Album ”Lauter Zweifel“ haben ”Radio Havanna“ zum wiederholten Male

großartige, neue Punkrocksongs geschrieben. Eine treibende Rhythmusgruppe, druckvolle Gitarren und eingängige Melodien produzieren einen Hit nach dem anderen – belanglose Popmusik können andere spielen! Mit 8 Jahren Bandgeschichte, 3 veröffentlichten Alben und über 250 Live-Auftritten in Deutschland, ¨ Osterreich, der Schweiz und Schweden hat die Band eine große Fangemeinde gewinnen können und war bereits gemeinsam mit internationalen Größen wie ”Anti Flag“, ”Alexisonfire“ und ”Rise Against“ zu sehen. Schon das Debütalbum ”Aus der Traum?“ machte klar, dass man sich den Namen dieser Band besser merken sollte. Gefolgt von ihrem zweiten Album

”Generation X“ und dem nun dem dritten und wohl ambitioniertesten Album klingen ”Radio Havanna“ heute besser denn je und sind längst kein Geheimtip in der alternativen Szene mehr.

Als Support geben sich an diesem Abend ”Who on Earth“ die Ehre. Die vier Paderborner Studenten

gründeten die Band 2010 und debütierten noch im selben Jahr mit der EP ”Faces“. Es folgte eine Reihe von Live-Auftritten, unter anderem bei Festivals und Newcomer-Wettbewerben. Mit einer einprägsamen Rockmusik stehen die Nachwuchsmusiker aus Ostwestfalen-Lippe noch ganz am Anfang einer vielversprechenden Karriere.

Nach dem Konzert ist auch für den Rest des angebrochenen Samstagabends gesorgt: Wer nach dem Liveprogramm noch nicht genug von guter Rockmusik hat, kann sich den Rest der Nacht bei der anschließenden Party austoben – das DJ Team der Crossnight sorgt hier für die Unterhaltung und bietet das bewährte Programm aus Alternative Rock und verwandten Stilrichtungen. Wer kein Interesse an dem Live-Programm hat, kann natürlich auch später kommen und zahlt dann nur den gewohnten Crossnight Eintrittspreis von 2,50 Euro.